Freut euch des Labenz!
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Haag am Hausruck, der
Dünner entkoffeinierter Kaffee, der zu labberigen belegten Brötchen erschöpften Umzugshelfern gereicht wird und Erinnerungen an → Gemünden weckt.
Carsten

 

Haasenblick, der
Der hastig über ein bang erwartetes und soeben mit zitternden Fingern angeklicktes bzw. dem Umschlag entnommenes Schreiben streifende Blick, der ermitteln soll, ob es versöhnlich oder aggressiv gestimmt ist, aber es noch nicht lesen soll.

 

Haasgang, der
Bezeichnung für den Gang von Personen, die ein Verbrechen bemerken, aber statt etwas zu unternehmen sich lieber klammheimlich verdrücken und vergeblich versuchen, ihr schlechtes Gewissen nicht erkennbar zu machen.
Manuel Kunst

 

Hackermühle, die
Ein neues Zentrum zur Bekämpfung von Datenkriminalität, das die amerikanische Regierung derzeit in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt und in dem innovative Verhörmethoden zum Einsatz kommen werden, wie sie in der Terrorismusbekämpfung erprobt werden.

 

Hackpfüffel, der
Kleines gebratenes Hackfleischbällchen, wird meist in größeren Mengen mit Soße serviert.
Moni

 

Haferwisch, der
Müslireste, die sich im Bart des Konsumenten verhangen haben und sich standhaft weigern, aus diesem zu verschwinden.
Karsten Fleischer

 

hagenohe (Adv.)
Hierzulande heutzutage ist so wie in my humble opinion oder meinem unmaßgeblichen Sprachempfinden nach eine Routine-Einschränkung in Diskussionen und wird daher gerne verkürzt: zu hagenohe.

 

Haifa, das
Ein mangelhaft ausgeführtes Hi-Five. S.a. → Tel Aviv
Veronika

 

Hailing, der
Charmant und freundlich wirkender Mensch mit äußerst sorgfältig gepflegtem Gebiss und permanentem Grinsen. Leider führt er selten Gutes im Schilde.
Sigi T.

 

Haimpfarrich, der
Freikirchliches Äquivalent eines → Weihmichls. Besondere Kennzeichen: Entrücktes Lächeln, häufig unterdrückte Homosexualität.

 

hainich (Adj.)
Der Gegensatz von bekifft (analog zu nüchtern).
Yannick Schneider

 

Haintchen, das
Lied, von einem Kind gesungen, das die Emotionen älterer Damen anspricht.
Karsten Fleischer

 

Halbhusten, der
Heftige Reaktion nach Genuss eines unverhältnismäßig starken Schnapses.
Michael

 

Halmshanf, der
Verpeilter Gast in einem Amsterdamer Starbucks.
Carsten

 

Hamswehrumer Hammrich, der
Insasse einer Seniorenresidenz, der unter den Spätfolgen einer bei der Wehrmacht (und später auch bei der Bundeswehr) weit verbreiteten Hirnschädigung leidet. Exerziert gerne bis zur Erschöpfung den Flur auf und ab, um jedem vorbeieilenden Arzt oder Pfleger ein vorwurfsvolles „Hammse gedient?“ entgegenzuschmettern. Bekanntester Vetreter: Onkel Franz (†) aus der Lindenstraße.
Carsten

 

Hänfgarten, der
Ungenehmigte Hanfanbaufläche im Vorgarten, die jedoch durch die Tarnung mit Umlautpünktchen von der Polizei nicht entdeckt wird.

 

Hannover, der
Ein dem Heddert nicht unähnliches Kleidungsstück: ein Pullover mit angenähten Handschuhen, der nicht von ungefähr an eine Zwangsjacke erinnert.
Yannick Schneider

 

Harare, das
Der morgendliche Kampf mit den Haaren.
Klasse 11c

 

Hardisleben, die (Pl.)
Schmerzhaftere Stolpersteine auf dem Lebensweg, wie z.B. ein vom Anwalt als „absolut nicht zu verlieren“ bezeichneter und soeben verlorener Prozess.
frei nach Tülay

 

Harlanden, die (Pl.)
Fanggitter für Schamhaare im Pissoir.
MaPa

 

Harnrode, die (Pl.)
Sammelbezeichnung für Lebensmittel, die den Geruch des Urins beeinflussen (Kellogg’s Smacks, Spargel usw.)

 

Harrling, der
Eine Süßigkeit in einem Automaten, die von der → Rausmühle ganz nach vorn befördert wurde, aber vor der Kante ihres Fachs stehenbleibt, statt in den Ausgabeschacht zu fallen. Kann durch wüstes Anrempeln des Automaten oder Opfern weiterer Münzen befreit werden.

 

harthausen (V.)
Nicht heizen, um Geld zu sparen.
Marc

 

Haselau, der
Der Zeitraum, in dem das Kaninchen oder der Hase am Straßenrand verharrt, kurz bevor er sich vor das Auto stürzt.
thorsten meyer

 

Hassel, das
Ein widerwärtiges Wort wie „Schankedön“ oder „Burzeltag“.
Kalkfalke

 

Haßlach, der
Bezeichnung für das erstarrte Mienenspiel, mit dem sich möchtegernkompetenten Jurys ausgelieferte Möchtegern-Superstars tapfer lächelnd behaupten.
Manuel Kunst

 

Haßloch, das
Eine E-Mail- oder Postfachadresse, die angeblich „Beschwerden, Anregungen, Kritik“ entgegennimmt, aber in Wirklichkeit seit Menschengedenken nicht mehr kontrolliert wurde.
Yannick Schneider

 

Hattersheim-Okriftel, das
Das Getuschel der Verwandten am Sterbebett des reichen Onkels darüber, welches Testament er denn nun unterschrieben habe.
Karsten Fleischer

 

hattert (Adj.)
Zustand, in dem man sich befindet, wenn es einem nicht gelungen ist, ein → Ellar rechtzeitig zu verstecken oder einen → Feschel rechtzeitig herzuschaffen.
Michael

 

Hatzel, das
Das hektische Hin- und Hergerenne einer/s Angestellten, um jeglicher Arbeit in der Firma aus dem Weg zu gehen und dennoch irre beschäftigt auszusehen. Bei → Tunissen ist das Hatzel Gegenstand der Dienstanweisung.
Tülay

 

Haugesund, der
Ein Sanguiniker, der in seinem bisherigen Leben noch niemals selbst ernsthaft krank war, und der sich deswegen nicht scheut, jovial und herzhaft Radikalkuren gegen jedwede Art von „Wehwehchen“ zu empfehlen: Eistauchen gegen Zahnschmerzen, Bungeejumping gegen ausgerenkte Arme. Seit Jahren versucht die Bundesärztekammer, die Zulassung von Haugesunds zur Promotion in Medizin zu unterbinden. Gerüchten zufolge sind Haugesunds als Sachbearbeiter für Krankenkassen dagegen sehr gesucht.
Pengoblin

 

Hausen im Killertal, das
Eine fröhliche Wohngemeinschaft alter Kollegen, die nach einem → Saas im Prättigau nach mindestens fünfzehn Jahren in die Freiheit entlassen wurden.
Karsten Fleischer

 

Havetoft, der
Der Stolz, den man insgeheim empfindet, wenn man im Besitz einer Sache ist, um die man beneidet wird.
Karsten Fleischer

 

Heidenacker, der
Bis zur Erde kurzgefressenes Gras voller Schafsköttel nach Durchzug einer Herde von Heidschnucken.
Manuel Kunst

 

heimathen (V.)
Im Urlaub immer an dieselbe Stelle zum selben Campingplatz mit dort fest installiertem Caravan (mit Vorgarten samt Zaun und Keramikzwerg) fahren.
Manuel Kunst

 

Heißkistler, der
Fahrer eines tiefergelegten, rundum bespoilerten Vehikels älterer Bauart, das mit Werbeaufklebern diverser hochpreisiger Autoteileherteller darüber hinwegzutäuschen versucht, dass es eigentlich längst reif für den Schrottplatz ist.
Wayne

 

hellern (V.)
(bei Glaswaren, Porzellanwaren, bröseligen Kuchenstücken etc.) Nach einem metertiefen Fall auf harten Boden zunächst völlig unversehrt auftitschen, dabei allenfalls noch einmal zwei Zentimeter an Höhe gewinnen und anschließend in eine Million Teile zerbersten.

 

Hellring, der
Der Moment nach einem → Fahring, in dem man mit Entsetzen feststellt, dass man es nicht schaffen wird, den Wecker abzustellen, bevor er losgeht. Hellring ist außerdem die Bezeichnung für das ohrenbetäubend laute Geräusch des Weckers, das auf eine solchen Moment folgt, und für das Geräusch, das ein Lastwagen macht, wenn er mit einer Ladung Nitroglycerin eine Klippe hinunterfällt und dort zur (kurzen) Überraschung des todgeweihten und sinnlos hupenden Fahrers nicht auf Wasser, sondern auf eine feste Schicht aus Granit trifft.
Nadine

 

helpsen (V.)
Als EDV-unerfahrener Mitarbeiter die Kollegen von der Hotline zehnmal am Tag mit Fragen zu völlig belanglosen Systemmeldungen nerven.
Wayne

 

Helpup, der
Das willkürliche Furzen beim Urinieren.
Droste-Schattenburg

 

Hembsen, die (Pl.)
Die zahllosen Stecknadeln, Butterbrotpapiere, Plastik- und Pappstücke, die nach dem Entgräten eines Herrenoberhemdes auf dem Boden verstreut liegen.

 

Heppenheim, das
Eine Wohngemeinschaft mit ach so alternativen Bewohnern, deren Organisationsstruktur an die Bundesregierung erinnert: Ein Plenum tagt mindestens einmal die Woche, Zuständigkeiten werden erteilt und wieder aberkannt, die Hausordnung ist dicker als das BGB und liest sich auch wie dieses. Trotzdem ist das Badezimmer immer dreckig, nie genug zu essen im Haus und niemand will die letzte Flasche Bier aus dem Gemeinschaftskasten genommen haben.
Karsten Fleischer

 

Herbolzheim, die
Strafaktion von Eltern, deren Sohn beim Fußballspielen das nachbarliche Wohnzimmerfenster zerdeppert hat. Eine Herbolzheim unterscheidet sich von normalen elterlichen Sanktionen dadurch, dass sie nur ausgeprochen wird, um die besagten Nachbarn zufriedenzustellen, denn eigentlich ist man ja der Meinung, dass das diesen Schnöseln recht geschieht.
Michael

 

Herbram, der
Das Päckchen Sahne, das seit 5 Jahren hinten links im Kühlschrank steht. Bei jedem Öffnen des Kühlschranks nimmt man sich vor, es beim nächsten Mal endlich wegzuschmeißen.
Fipsen

 

Hermeskeil, der
Zum Blockieren eines Türschlosses missbrauchter Gegenstand aus dem Büroalltag, z.B. Büroklammer oder Tesafilmknubbel, damit die unzähligen Botendienste, die im Laufe eines Arbeitstages erscheinen, nicht immer mit ihrem Klingeln den Portier von seinem Mittagsschlaf aufwecken müssen.
Wayne

 

Herne, die (Pl.)
Flaumartige Haare im Nacken, die wenige Tage nach dem Frisörbesuch an den Stellen nachwachsen, die der Frisör säuberlich mit der Rasierklinge ausrasiert hatte. Herne sind schon nach kurzer Zeit länger als der Rest der Haare und lassen jeden Kurzhaaaarschnitt schnell ungepflegt wirken.
Dan

 

herreden (V.)
Menschen durch übertriebene Verbote zu einer Dummheit verleiten, auf die sie von alleine wahrscheinlich gar nicht gekommen wären. Klassiker: „Nich am Bär packen!“
Felix Hoffmann

 

Herrnhut-Rupersdorf, das
Ort, wo trachtig gekleidete, zumeist ältere Männer Rotwildgehörn an Zimmerwände hängen und im kleinen Kreis Rituale und Ressentiments aus längst vergangenen Epochen ausleben. Herrnhut-Rupersdörfer findet man auf der Landkarte weit rechts.
Günter

 

Herzebrock, das
Grobschlächtige Form des Liebeskummers.
Gilbert Reineke

 

Herzhorn, das
Abgeklärtheit nach einem langen, wechselhaften Liebesleben.

 

Herzlake, die
Eine aus heftigem Liebeskummer vergossene Träne.
Sigi T.

 

Herztal, das
Das Gefühl, wenn man jemanden gerne hat, ihn/sie aber nicht liebt.
Janine, Alisha

 

Hesselhurst, der
Der morgendliche, unangenehm pelzige Geschmack auf der Zunge.
Droste-Schattenburg

 

Heßloch, das
Die winzige Stelle, an der sich alle Lochungen eines ungleich gelochten Papierstapels überschneiden und durch die man den Ordnerring pfriemeln muss.

 

Hetzwege, die (Pl.)
Ständig gleiche „Argumentations“-Muster bei „Debatten“ im Internet.
Yannick Schneider

 

Hierankl, das
Eine dem → Gamerschwang verwandte Erscheinung: Die unfreiwilligen und unnötigen Verrenkungen, die man beim Flipperspiel vornimmt, wenn die Kugel droht, ins Aus zu rollen. Meist ist das Hierankl mit heftigen Bewegungen des Beckens verbunden. Es wurde von Leuten berichtet, die beim Hierankl das rechte Bein über das linke schlugen, sich dann mit dem rechten Fuß in der Stromzufuhr des Flippers verhedderten und diese damit kurzenfußes unterbrachen – sehr zum Ärger der Mitspieler, die bereits drei Freispiele angesammelt hatten.
Karsten Fleischer

 

Hinsbeck, das
Krickenbeck, das über den Backblechrand abgestürzt ist.
Wayne

 

hinteraichhalden (V.)
Dritte Phase des → Petting. Folgt dem → Titting und geht dem → Möseln und dem → Großenkneten voraus.
Stollentroll

 

hinterer Zinken, der
Zweites Riechorgan, das 360°-Witterung ermöglicht.

 

Hinterhäuser, der
In die Anonymität geflüchteter Großstädter (vgl. Hinterwäldler).
Manuel Kunst

 

Hinternah, das
Ortschaft, die man auf dem Weg zur Arbeit täglich durchfährt, an deren Namen man sich aber auf Nachfrage nicht erinnern kann.
daniel

 

Hinterriss, der
Am Ende eines dicken Buches eingeklebte Papiertasche, die eine Begleit-CD enthält. Eine Technik des Entnehmens, die Buch und Hinterriss unversehrt lässt, ist bis heute nicht dokumentiert. S.a. → Täsch bei Zermatt
Felix Hoffmann

 

Hipstedt, das
Ein bis zur Unkenntlichkeit gentrifiziertes Viertel. Berlin-Kreuzberg und Hamburg-St. Pauli sind die bekanntesten Hipstedte in Deutschland.
Yannick Schneider

 

hirnkofen (V.)
Apfelkerne zur Steigerung der Intelligenz kaufen. Die gesteigerte Intelligenz macht sich in der Regel zuerst durch die Erkenntnis bemerkbar, dass man sich für das Geld ein Vielfaches an Äpfeln hätte kaufen können.

 

hirnstetten (V.)
Sein Gehirn für eine Weile auf dem Speicher einmotten, da man es momentan nicht braucht.
Ellen Wenzel, Karsten Fleischer

 

Hirzweiler, der
Diskussionsstrategie: eine Behauptung aufstellen, die auf zwei verschiedene Weisen verstanden werden kann, wobei die eine Lesart aus Sicht des Gegners falsch und die andere tautologisch oder anderweitig irrelevant ist. Der Gegner wird verwirrt, weil er sich entscheiden muss, in welche Richtung er weiterargumentieren will.

 

Hittisau, das:
Unbändiges, aber aufgrund von gesellschaftlichen Konventionen nicht in die Tat umzusetzendes Verlangen, einer ungehobelten Person eins in die Fresse zu hauen. In der Regel erfolgt anschließend ein → Mürzzuschlag.
Marko Kolm

 

Hitzblech, das
Das nur bedingt gesunde Aroma betriebswarmer Elektronikbaugruppen. Überall dort zu erschnüffeln, wo Unterhaltungselektronik verkauft wird, außerdem im Serverraum (seit der Admin dort nicht mehr rauchen darf).
Felix Hoffmann

 

Hoboken, der
Ein kleiner Hautfetzen, den man sich aus Versehen mit einer Kastenreibe abhobelt. S.a. → Reibnitz
Yannick Schneider

 

Hobrechtsfelde, das
Hochdeutsche Variante der wienerischen „Bluatwiesen“. Allgemeine Bezeichnung für den Ort, an dem nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen Männern das letztgültige Argument durch Ganzkörpereinsatz ermittelt wird.
Marko Kolm

 

Hochkamer, das
Einschneidendes Erlebnis im Liebesleben nach der Einnahme eines Potenzmittels. Wird bis zum Lebensende regelmäßig bei der allabendlichen Mau-Mau-Runde im Seniorenheim erzählt, was die anderen Bewohner nur deshalb ertragen, weil sie ihre Hörgeräte abschalten können.
Wayne

 

Hodeida, das
Falsche Fröhlichkeit, mit der Lehrer in die 6. Stunde kommen. Typisch bei einem → Revillagigedo.
Klasse 11c

 

hodenhagen (V.)
1. Sportart, die Eierlaufen und Sackhüpfen vereint.
2. (Mann) siehe Fußnote
Maria

 

höfen (V.)
Vergebliches Anschwellenlassen des Motorlärms des eigenen Motorrads oder Sportwagens oder der Singstimme im Hof einer Angebeteten als Balzbestandteil bei Herren in der Midlifecrisis.
Manuel Kunst

 

Höflas, der
Person im Publikum, die aus Gründen des Mitgefühls auch einer völlig unzumutbaren Darbietung applaudiert.
Manuel Kunst

 

Höflein an der Hohen Wand, das
Verniedlichende Umschreibung für den Gefängnisinnenhof bei einem → Saas im Prättigau.
Karsten Fleischer

 

Hohenholte, die
Fachbegriff aus der Praxis von Laienchören: „Einkauf“ von Fremdtenören, um die eigenen schwächelnden Tenöre zu verstärken und so bspw. den Messias von Händel aufführen zu können. Kommt auch bei Sopranen vor, aber selten.
Friedrich

 

Hohenlimburg, der
Bezeichnung für Käse, von dem man dachte, man hätte ihn verspeist, und den man nach ein paar Monaten im Kühlschrank wiederfindet.
Lippbart

 

hohenöllen (V.)
Einöllen aus dem Stand inklusive einer artistischer Einlage, beispielweise des Stolperns über seine eigenen Füße.
Karsten Fleischer

 

hohenwerbig (Adj.)
Ein Produkt ist hohenwerbig, wenn es nichts taugt, keiner es braucht, oder es sich nicht im Geringsten positiv von der Konkurrenz abhebt. In diesen Fällen muss von zynischen, verbitterten „Kreativen“ die volle Marketing-Maschinerie in Gang gesetzt werden.
Felix Hoffmann

 

Hohenwulsch, der
Durch einen fehlerhaften Friseur entstandene Haupthaarkomposition, die weder so bestellt noch ursprünglich so geplant war und die wegen des im Unmaß verwendeten Volumenfixierers nur durch Komplettrodung und behutsamen Neuaufbau behoben werden kann.
Ku

 

Hohnhorst, der
Jemand, der über alles Verrisse schreibt, die niemand liest.
Yannick Schneider

 

Hohnsberg, der
Masse der verächtlichen Bemerkungen und Verspottungen, die angehende Superstars oder Containerbewohner zu Recht erleiden müssen.
Manuel Kunst

 

Höhr-Grenzhausen, das
Militärischer Fachjargon aus der Zeit des Kalten Krieges für die gut getarnten, teils unterirdischen Bunkeranlagen entlang der früheren innerdeutschen Trennungslinie, in denen Soldaten die Zeit damit verbrachten, den Funk- und Telefonverkehr jenseits des „Eisernen Vorhangs“ zu belauschen.
madsester

 

Höllbachgespreng, das
Ein Ensemble von stark farbigen Flecken auf hellen Oberbekleidungsstücken, verursacht etwa durch Kaffee oder Tomatensuppe. Höllbachgesprenge → mörfelden grundsätzlich, etwa wenige Augenblicke vor wichtigen Terminen, wenn keine Wechselbekleidung verfügbar ist. Durch eine rechtzeitig angewandte → Altenkrempe kann der Schaden begrenzt oder sogar vermieden werden.
Sylvia

 

Höllenstein, der
Manifestes Zeugnis nicht eingehaltener guter Vorsätze, z.B. ein neuwertiges Rennrad mit Spinnweben, ein nicht mehr zu schließender Hosenbund oder Arthur Dents Ordner mit der verbleichenden Aufschrift „Things to do – urgent“
Felix Hoffmann

 

Höllriegelskreuth, das
Unbekanntes Gewürz, das trotz seines unscheinbaren Aussehens bereits bei leichter Überdosierung den Leibhaftigen auf den Plan ruft und einen mit einem Bissen in den glühenden Orkus befördert.
Wayne

 

Holmenkollen, das
Plötzliches Scheuen der Turnerin vor dem Stufenbarren.
Ginko Cidre

 

Holtmar, der
Nebengeräusch in einer Musikaufnahme, das man im ersten Erschrecken für einen Einbrecher oder Poltergeist hält.

 

Holzem, das
Eine sprachliche Einheit, die sich von ihrer korrekten Version um eine subtile, aber ausgeprochen störende Nuance unterscheidet. Beispiele:

 

Holzwipper, der
Meistens für Baumstammtransports verwendeter LKW, bei dem der hintere Teil des Wagens gar nicht mit dem vorderen Teil verbunden ist, sondern nur von den festgeschnallten Stämmen gehalten wird. Entgegenkommende Fahrer fangen – besonders in Kurven – beim Anblick eines Holzwippers meist hektisch an, im Handschuhfach nach Versicherungskarte und Organspenderausweis zu kramen.
Wayne

 

Hopsing, das
Aus den USA stammende Extremsportart, in Deutschland früher als „Sackhüpfen“ bekannt. Verwendet werden Nike-Spezialsäcke in den Farben der Saison à 600 Euro. Kombinationen mit anderen Sportarten wie Hecking oder Bungeejumping kommen langsam ebenfalls in Mode (Heckhopsing, Bungeehopsing oder auch Heckhopsbungeejumping: von einem hohen Punkt aus in einem an ein starkes, elastisches Seil gebundenen Sack in eine Hecke hopsen).
Pengoblin

 

horgen (V.)
Sich von jemandem etwas unter leicht angedeuteter Androhung von Gewalt auslehnen (um es dann erst nach mehrmaligem Mahnen und entsprechender Verspätung zurückzuerstatten).
Endivien

 

Horitschon, der
Beim Blick aufs Meer an einem diesigen Tag der Bereich, in dem sich ungefähr die Horizontlinie befinden müsste.
Marko Kolm

 

hornussen (V.)
Einem geliebten Menschen bei einer zärtlichen Geste ungewollt mit dem Fingernagel einen schmerzhaften Kratzer zufügen.
Marko Kolm

 

Hörpling, der
Soundeffekt im vor sich hin plätschernden Fernseher, der irritierenderweise genau dem SMS-Signalton des eigenen Mobiltelefons gleicht.
Felix Hoffmann

 

Hörselgau, der
Ein Malheur, das sich nachts auf Teppichböden ereignet, die man aufgrund der späten Stunde natürlich nicht absaugen kann.
Yannick Schneider

 

Hörstelgau, der
Frustriertes Missempfinden, wenn ein Lied mittendrin abbricht – etwa weil die Kassette zu Ende war, eine Lautsprecherdurchsage beginnt oder der Strom ausfällt.
Harald und Kilian

 

Hosenruck, der
1. Das verzweifelte Auf- und Abhüpfen einer Person, die versucht in ihre Skinny-Jeans reinzukommen.
2. (Furz) siehe Fußnote.
Laura

 

Houdeng, die
Sehr eng geschnittene Stretch-Jeanshose, die von dicken Mädchen getragen wird. Zwischen dem obligatorischen bauchfreien Top und der Houdeng bildet sich eine gut sichtbare → Schwartau. Eine weitere Eigenschaft der Houdeng ist, dass sie sich von alleine in die Poritze ihrer Trägerin zurückzieht.
Karsten Fleischer

 

Höxter, der
Blatt eines Monatskalenders, das ein halbes Jahr lang hängen bleibt.
Shane

 

Hoyerswerda, die
(nicht mehr gebräuchlich) Ungutes Gefühl, das den Kapitän einer reich beladenen Hanse-Kogge kurz nach dem Auslaufen beschleicht, wenn er beim Anblick seiner neuen Mannschaft überdurchschnittlich viele Augenklappen, Holzbeine und hakenförmige Handprothesen entdeckt.
Carsten

 

Hoym, das
Extreme Form des Heimwehs, die die Größe des Wortschatzes auf 1 begrenzt.
Ku

 

hubei (Präp.)
Beschreibt das lokale Verhältnis zweier → Husbys, also nicht direkt nebeneinander, aber schon in der Nähe.
Yannick Schneider

 

Huchting, das
Sehr überraschend einberufene altgermanische Volksversammlung.
Harald

 

Hückeswagen, der
Einkaufswagen, der über mindestens ein → Axalp verfügt.
Felix Hoffmann

 

Huglfing, der
Man erlebt einen Huglfing, wenn man sich trotz falscher Eingabe des Suchbegriffs bei Google stundenlang mit den Suchergebnissen beschäftigt.
Karsten Fleischer, Sigi T.

 

Hummerich, das
Abstoßender, masochistischer, depressiver, krabbenähnlicher Persönlichkeitsanteil vom Planeten Decapod 10.

 

Hundeluft, die
Duftnote, die entsteht, wenn ein des Autoreisens ungewohnter Golden Retriever seinen auf den ersten 350 Kilometern aufgestauten Blähungen just bei der Einfahrt in den Gotthard-Tunnel freien Lauf lässt, wenn also auf den nächsten 17 Kilometern notgedrungen Fenster und Lüftungsklappen des Fahrzeugs geschlossen bleiben müssen.
Günter

 

hundersingen (V.)
So laut mitbrummen, wie es gerade noch geht, ohne dass jemand merkt, dass man unmusikalisch ist.
uliuli

 

Hundesossen, die (Pl.)
Dips und Dressings beim Asia-Imbiss.
Wayne

 

Hundsweihersägemühle, die
Person, die sich dermaßen darüber aufregt, dass ein Hund mal eben an einen Baum gepinkelt hat, dass man, sobald man merkt, dass der Köter jetzt im Beisein dieser Person kacken muss, freiwillig die Hand hundunterhält, bevor sie den Hund und dann einen selbst töten möge.
Karsten Fleischer

 

Hünxe, die
(In einer Diskussion) Der Zeitpunkt, ab dem man sich, egal was man sagt, nur noch tiefer reinreiten kann.
Yannick Schneider

 

Huppert, das
Straßenverkehrsgröße: Die Zeit, die vergeht zwischen dem Grünwerden einer Ampel und dem Auf-Die-Hupe-Steigen der Autos, die hinter dem ersten Wagen stehen. Schwankt je nach Region und Tageszeit; in Barcelona, Paris sowie ganz Italien hat ein Huppert die Richtgröße von 0,735 → Blossin. Das Huppert eines → Empels reicht sogar in den negativen Bereich hinein.
Miss Chievous und Kilian

 

Hürbel, der
Der etwas dunklere Fleck, den man vor dem Textmarker herschiebt und der schließlich am rechten Rand der Markierung trocknet.

 

Hürth-Knapsack, der
Ein improvisiertes Behältnis (Hut, Geigenkasten), in dem am Ende eines Konzertes der „Austritt“ gesammelt wird, von dem wiederum die Musiker ein kleines Bier und das Benzin für die Heimfahrt hätten bezahlen wollen. Auch: Kollektebeutel einer Kirchengemeinde, die nur noch aus einigen wenigen Seniorinnen besteht.
Felix Hoffmann

 

Husby, der
Ein Nachbar, der nicht direkt nebenan wohnt, sondern schräg gegenüber, durch den Hinterhof links über den Zaun im Heuboden, den man aber trotzdem als Nachbarn empfindet.
Yannick Schneider

 

Huttrop, der
Eine sinnlose Angewohnheit, ähnlich einem Tic, mit dem Unterschied, dass er sich nur im eigenen Gehirn abspielt. Von einem Huttrop befallene Personen schließen etwa Wetten mit sich selbst ab („Wenn ich es nicht schaffe, nie auf eine der Ritzen zwischen den Gehsteigplatten zu treten, sterbe ich morgen.“), überlegen sich, was sie auf eine Frage, deren Antwort sie nicht kennen, antworten würden, wenn es um ihr Leben ginge, oder bilden von jeder mehrstelligen Zahl, die sie sehen, sofort die Quersumme. Man vermutet, dass die Bezeichnung „Huttrop“ lautmalerisch auf den Vergleich mit einem „intellektuellen Schluckauf“ zurückgeht, weil huttropgesteuerte Gedanken sich einem periodisch wiederkehrend aufdrängen und man dagegen relativ machtlos ist.

 

Hutzikon, die
(Kurzform von Hutzel-Ikone) Kleingewachsener, betagter Mensch von internationaler Berühmtheit.
frei nach Thomas

 

Hyderabad, das
Offensichtlich ursprünglich zur Champignonzucht konstruierte, luftabzugs-und fensterlose Nasszelle in einem angeblichen Fünf-Sterne-Hotel.
Carsten

 

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