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Freut euch des Labenz!

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Satellitenfoto des Ortes Labenz

Labenz, Kreis Herzogtum Lauenberg, Schleswig-Holstein


Zähler und Karte

Derzeit umfasst diese Website 2038 neue Labenze. Hier ist eine Karte mit vielen der Orte, die Pate gestanden haben (erstellt von Philip Schneider):


Promo-Videos

Carsten hat damit begonnen, auf YouTube Labenz-Definitionen multimedial umzusetzen. Mit Vergnügen präsentieren wir das erste Labenz-Promo-Video:


Nicht durstig

Auf dieser Website gibt es kein Labenz, das definiert, wie es heißt, wenn man nicht mehr durstig ist. Dieses Fehlen ist nicht selbstverständlich, denn die ganzen Neunziger Jahre hindurch zählte eine solche Definition offenbar zur Pflichtübung eines jeden Labenz-Wörterbuches (Bibliografie siehe unten):
Stulln (Adj.)
Das Gegenteil von »durstig«.
Adams et al. (1992)

trünzig <Adj.>: wenn man keinen Hunger mehr hat, ist man satt; wenn man keinen Durst mehr hat, ist man trünzig.
Tiefenbacher (1995)

saffig (Adj.):
(1) Das Trinkäquivalent zu satt. (...)
Pawlak und Zimmermann (1997-2008)
Auch bei uns sind schon zwei Vorschläge für ein solches Wort eingegangen: dorst und quapp, Die wurden natürlich abgeschmettert, denn so nett es ist, immer neue Synonyme zu erfinden, so viel angebrachter wäre es, vorher einmal anzufangen, eines der zahllosen bereits existierenden Wörter zu benutzen. Der alltägliche Sprachgebrauch hat dies bisher nicht getan, auch nicht, nachdem ein öffentlichkeitswirksamer Wettbewerb im Jahr 1999 sitt gekürt hatte, dies bereits zum berechtigten Groll der sich ignoriert fühlenden Freunde des Labenz. Ich meine: Sven Böttcher war zuerst da, und wenn ein „nicht durstig“-Wort sich durchsetzt, dann sollte es stulln sein. Man kann das hübsch auf ein altes dialektales Partizip II von stillen zurücketymogeln.

Update: Noch vor stulln, nämlich 1975 in der Zeitschrift Pardon, war schmöll da. Leider kein Labenz.


Ware-Kunde-Zuordnungshölzchen

Ebenfalls geradezu zu Tode diskutiert ist die Frage, wie die Stäbe heißen, die auf Supermarktlaufbändern die Waren verschiedener Kunden nennen, ohne dass irgendeine der zahlreichen Antworten auf diese Frage in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen wäre. In Max Goldts Text Karlsruhe zwingt mich nach Koblenz wird die Frage von einem Mörder mit Ware-Kunde-Zuordnungshölzchen, in der Wirklichkeit von der Regierung mit Warentrenner beantwortet. MURR und Freut euch des Labenz! kamen unabhängig voneinander zu der Auffassung, Trennewurth sei ein treffliches Wort dafür, was Albrecht Tiefenbacher nicht wissen konnte. Im Fehlwörterbuch der deutschen Sprache, ebenfalls ein Labenz-Wörterbuch, schrieb er:

Zwischendeich, der; -[e]s, -e: der Plastikbalken an der Supermarktkasse, mit dem man seine Einkäufe von denen des nächsten Kunden trennen soll.

An Wörtern herrscht also auch hier kein Mangel, nun muss sich nur noch eine der → schullwitzartig aus dem Boden geschossenen Definitionen durchsetzen.


Insul

Wer Labenze erfindet, sucht ständig nach klangvollen, nennigen Ortsnamen. Einer, auf den sich alle uns bekannten großen deutschsprachigen Labenz-Werke gestürzt haben, ist Insul. Wägen sie selbst, wie gut es im Einzelfall gelungen ist:
Insul, der
Jemand, der während einer Unterhaltung abwesend in Zuckerdosen starrt und deren Inhalt dabei mit einem Kaffelöffel in eigenwillige Landschaften verwandelt.
Adams et al. (1992)

Insul, der; -s, -s: beleidigende Bemerkung, die man in der sicheren Überzeugung macht, der Angesprochene würde sie sowieso nicht verstehen; Kennzeichen einiger deutscher Touristen im Ausland.
Tiefenbacher (1995)

Insul, der:
Diplomat auf einer Südseeinsel, der die meiste Zeit damit zubringt, sich eine wirklich saaaaagenhafte Sonnenbräune und ein noch saaaaaaaaaagenhafteres Nummernkonto in der Schweiz zuzulegen.
Pawlak und Zimmermann (1997-2007)
Insul, der
Ein politisches Amt. Insuln übernehmen für Parteien die Aufgabe, wenn ein/e Politiker/in einer gegnerischen Partei etwas potenziell Anstößiges sagt, dieses in geharnischten Presseerklärungen möglichst stark zu dramatisieren, auf das Schärfste zu verurteilen und mit Entschuldigungs-/Rücktrittsforderungen zu bombardieren. Man schätzt, dass allein Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) bei der CDU drei Insuln hat.
Freut euch des Labenz!

Bibliografie

Die letzten drei Einträge und Freut euch des Labenz! sind die vier mir bekannten Hauptquellen für deutschsprachige Labenze. Auch auf Englisch gibt es im Internet Bestrebungen, die Labenzsammlungen fortzusetzen:

 

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